Jugendarbeit muss allgemein anerkannt werden

Arbeitsgruppe Jugendarbeit des Europäischen Jugendforums formuliert erste Ziele
Antwerpen im Juni. Eine Jugendherberge direkt am Bahnhof, bunte Fassade, im Besitz der Pfadfinder. *Translator on the left 🙂 *


Immer wieder laufen traditionell gekleidete orthodoxe Juden am Gebäude vorbei zur nahegelegenen Synagoge. Einer spricht mich an, ob ich Englisch spreche. Er habe ein Problem mit einem elektrischen Gerät in der Synagoge, bei dem ich ihm helfen müsse. Etwas verdutzt folge ihm also, in normalen Straßenklamotten gekleidet. Der Gottesdienst ist gerade vorbei. Vor der Synagoge steht eine Traube Gottedienst-Gänger. Alle schauen mich an. Wir gehen rein, durch einen vollen Korridor. Ich schiebe mich an den fremd gekleideten Leuten vorbei. Wir gehen in die Küche. Blicke haften auf mir. Da steht ein Wasserboiler. Er zeigt auf einen kleinen Kippschalter, den soll ich einfach umlegen. Der Boiler geht aus. „Warum das Ganze?“, frage ich. „Weil wir heute keine Arbeiten verrichten dürfen“, antwortet er und lächelt. Das Problem ist gelöst, wir lachen. Er begleitet mich wieder raus. Jugend in Aktion. Es zeigt mir wieder, dass Leute, die Jugendarbeit machen, offen sind und auch in ungewöhnlichen Situationen hilfsbereit und nett sind.

Arbeitsgruppe Jugendarbeit

Super Überleitung, denn genau an diesem Wochenende in Antwerpen traf sich die Arbeitsgruppe Jugendarbeit vom Europäischen Jugendforum. Ich selbst war dabei, meine ersten Schritte auf YFJ Territorium. Mit mir in der Arbeitsgruppe Elise (Vorstandsmitglied im Jugendforum und Pfadfinderin aus Frankreich), Sebastian (aus Südtirol in Italien), Marko (Kroatien), Eka (Georgien), Buze (Litauen) und Gerd (Estland).
Wir hatten unsere erste Sitzung. Die Arbeitsgruppe wird zwei Jahre lang arbeiten. Am Ende des Prozesses steht die Entwicklung eines Strategiepapiers zum Thema Jugendarbeit. Bis dahin ist viel zu tun. Wir wollen belastbare Daten sammeln über die Wirkung von Jugendarbeit in Europa, die verschiedenen Jugendschutzgesetze der Länder vergleichen, in denen Mitglieder des Europäischen Jugend Forums aktiv sind.
In einem ersten Schritt formulierten wir eine Vision von unserer Arbeitsgruppe in einem kleinen Mission Statement: „Our vision of youth work is to empower young people to be active citizens who have equal opportunities. It is recognized universally.” Das Ziel der Arbeitsgruppe ist es, dem Vorstand des Europäischen Jugendforums beim Thema Jugendarbeit in den nächsten zwei Jahren zu zu arbeiten. Die Agenda der Arbeitsgruppe wollen wir von DNK Seite weiter positiv beeinflussen: Jugendpartizipation (Strukturierter Dialog), aktive Beteiligung an politischen Entscheidungen und die anstehenden Europawahlen 2014 sollen in den Fokus rücken. Auch die Zusammenarbeit mit mittel- und osteuropäischen Jugendparlamenten wollen wir weiter forcieren.

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